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Hilfsprojekte in Kambodscha - Kambodscha |
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Übersicht |
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Kampuchea, das vergessene Land: Undurchdringlicher Dschungel, wilde Tiere und Denkmäler längst untergegangener Kulturen. Die uralte Tempelanlage Angkor Wat gilt als eines der beeindruckendsten Bauwerke der Welt. |
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Kambodscha gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Erde. Asphaltierte Strassen sind eine echte Seltenheit, Industrie ist kaum vorhanden. Die Zerrüttung des südostasiatischen Landes traf vor aber allem die Landwirtschaft. Viele Kleinbauern sind verschuldet und leben unterhalb der Armutsgrenze. Einem Großteil der Reisbauern mangelt es nahezu die Hälfte des Jahres an Nahrung für ihre Familien. Immer mehr Bauernfamilien müssen ihr Land verkaufen, um kurzfristig an Geld für Nahrungsmittel zu kommen. Dies bedeutet den Verlust ihrer Existenzgrundlage. Hinzu kommen der schlechte Gesundheitszustand und die unzureichenden Hygienebedingungen in vielen Dörfern. Leidtragende sind vor allem die Jüngsten und Schwächsten. |
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Die jahrelang prekäre politische Lage und militärischen Auseinandersetzungen haben auch dazu geführt, dass Kambodscha bisher fast keine internationale Unterstützung erfahren hat. Die meisten Einwohner haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, es existiert kaum keine medizinische Versorgung oder soziale Infrastruktur. Die Menschen müssen, besonders in der Trockenzeit, weite Wege zurücklegen, um aus Seen, Flussläufen oder selbst gegrabenen Löchern Wasser zu schöpfen. Krankheiten, die von verunreinigtem Wasser ausgelöst werden, sind bislang weit verbreitet. Die Versorgung mit sauberem Wasser und Hygieneartikeln, zusammen mit einer Informationskampagne zu Hygienethemen, können den Gesundheitszustand und Lebensstandard im Land erheblich verbessern. |
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Die Hauptstadt Phnom Penh und der Touristenort Siem Reap machen vordergründig einen fast blühenden Eindruck. Einige neue Industriebauten sind vorhanden. Die drei wichtigsten Strassenverbindungen im Land sind sauber und asphaltiert. |
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Das Gesundheitswesen ist, wenn überhaupt vorhanden, auf einem tiefen Niveau. Patienten müssen für die Leistungen in öffentlichen Krankenhäusern, die in der Peripherie kaum diesen Namen verdienen, bezahlen. Kranke und Verletzte gehen deshalb eher zu den sog. Naturärzten, mit den entsprechenden Resultaten. Kein Geld für eine ärztliche Behandlung zu haben, bedeutet daher für die Menschen dort einfach nur den Tod. |
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Die Lebensbedingungen der Menschen in Kambodscha sind geprägt von Hunger, Mangelernährung, schlechten hygienischen Verhältnissen und einer unzureichenden medizinischen Versorgung. |
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Geographie |
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Kambodscha liegt in Südostasien und gehört zu der unter französischer Kolonialherrschaft zusammengefassten Region Indochina. Es grenzt an Vietnam, Laos und Thailand. Die kambodschanische Küste erstreckt sich am Golf von Thailand auf etwa 340 Kilometer. Die Fläche des Landes umfasst 181.035 qkm – damit ist Kambodscha ungefähr halb so groß wie Deutschland oder etwas mehr als doppelt so groß wie Österreich. Die Hauptstadt des Landes ist Phnom Penh. Der 500 Kilometer lange Mekong ist die Lebensader Kambodschas und teilt das Land in Nord und Süd. |
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Klima |
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Das Klima in Kambodscha wird vom Monsun bestimmt. Während der Regenzeit zwischen Mai und Oktober bläst der Südwestmonsun und bringt dem Land große Mengen an Niederschlag. Die Trockenzeit dauert von November bis April. Im Verlauf eines Jahres ändert sich vor allem die Luftfeuchtigkeit. Die Temperaturen bleiben hingegen fast konstant. Während der Regenzeit erhöht sich die Luftfeuchtigkeit bis auf 90 Prozent, doch in der Trockenzeit kann sie tagsüber sogar auf weniger als 50 Prozent sinken. Die Höchsttemperaturen schwanken zwischen 30 und 34 Grad. |
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Religion |
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Die kambodschanischen Religionen sind stark von den indischen und chinesischen Kulturen beeinflusst. Bereits vor Beginn der christlichen Epoche waren die meisten Funan Anhänger des Brahmanism (ein Vorgänger des Hinduismus). Mit den bestehenden Naturreligionen ist es zu einer neuen Religion verschmolzen. Heute existiert der Hinduismus Seite an Seite mit den regionalen Gottheiten. |
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Viele männliche Kambodschaner verbringen einmal in Ihrem Leben für eine gewisse Zeit in einem buddhistischen Kloster. In jedem Dorfzentrum existiert ein buddhistischer Tempel – oder Wat. Die buddhistischen Rituale folgen dem Mondkalender. Es gibt eine Vielzahl religiöser Feiertage und Festivals. Die kambodschanischen Buddhisten bevorzugen einen unbekümmerten Lebensstil, sie respektieren Ihre Ahnen und verehren regionale Geister. |
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Bevölkerung |
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Heute leben etwa 12 Millionen Menschen in Kambodscha, davon 1,7 Millionen in der Hauptstadt Phnom Penh. |
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Die Khmer leben in dieser Region bereits seit dem 2. Jahrhundert. Sie verschmolzen mongolische und melanesische Elemente und wurden über viele Jahrhunderte von den mächtigen indischen und japanischen Königreichen beeinflusst. |
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Kunst und Architektur |
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Die bedeutendsten Bauwerke der Khmerzivilisation entstanden in der Angkorperiode. Alle existenten Monumente wurden aus Stein oder Ziegel erbaut und alle sind religiöse Gebäude. Die Architektur und Kunst wurde stark von religiösen Motiven beeinflusst. Ein immer wiederkehrendes Motiv sind die Apsaras, so genannte himmlischen Nymphen ein Symbol der Khmerkultur. |
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Größtenteils stammen die Motive aus der indischen Kunst und wurden in die sogenannte Kunst der Khmer umgewandelt, bzw. übernommen. Den Tempeln dient als Entwurf der kosmische Berg Meru, umgeben vom Meer, als Heimstatt der der indischen Gottheiten bekannt. |
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Sitten und Gebräuche |
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Es macht einen schlechten Eindruck seinen Gefühlen wie Verärgerung oder Ungeduld öffentlich Ausdruck zu verleihen. Probleme sollten mit Ruhe und Besonnenheit gelöst werden. |
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Bei der traditionellen Begrüßungsform werden die Handflächen wie zum Gebet aneinandergelegt und der Kopf geneigt, dies gilt jedoch weniger für Touristen, denn heutzutage wird das westliche Handschütteln zunehmend übernommen. |
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Reisen |
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Kambodscha ist mit dem einmaligen Wunderwerk Angkor, seinen zahllosen Tempeln, den Lebensadern Mekong und Tonle Sap, seiner unberührten Küste und den freundlichen, liebenswerten Menschen eine wahre Schatzkammer in Südostasien. |